Revisiting Diego Armando Maradona

Im Zug von Hannover nach Leipzig glaube ich meinen Augen nicht zu trauen: Auf der Gepäckablage schräg gegenüber ruht eine – gut erhaltene – Sporttasche mit dem mir wohlvertrauten Logo der Fußballweltmeisterschaft 1986 (samt Sombrero-Männlein) in Mexico. Erst wundere ich mich gar nicht, dann dämmert mir langsam, dass diese WM (die erste, die ich bewusst wahrgenommen habe) ja schon wieder 23 Jahre und damit ein halbes Menschenleben her ist und dass es ja schlicht und ergreifend grotesk ist, solch einer – zumal wie neu aussehenden – Tasche in der Öffentlichkeit zu begegnen.

Wieder beginne ich, mich in die Hand zu zwicken. Wie ich später recherchiere, scheinen keine Replikavarianten derartiger Taschen auf dem Markt zu sein.

Ich beginne, die Einnahme von Psychopharmaka in Erwägung zu ziehen.

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