Kuscheln mit Kierkegaard

Ich plane, meine Altersvorsorge komplett meiner felsenfesten Überzeugung unterzuordnen, dass Midori (2) irgendwann einmal den Nobelpreis erhält (und mir dann vom Preisgeld abgibt). Welchen Nobelpreis auch immer – das ist mir egal. Meinetwegen den Kriegsnobelpreis. Wenn es mir nur Dosenravioli, ein paar Wild-West-Schmöker aus dem 1-Euro-Shop und medizinische Grundversorgung bei „Kurpfuscher Ltd.“ sichert.

Wir sind auf einem guten Weg. Zum Einschlafen drückt Midori nicht mehr ihren Teddy an sich, auch nicht ihre dunkelhäutige Puppe, die ganz zeitgeistig unter dem Namen Obama firmiert. Nein, in den Schlaf findet sie neuerdings, indem sie das Buch, in dem sie gerade noch „Noten“, „Schrift“ und „Bilder“ begutachtet hat, fest an sich presst. Das ist dann ihr Kuschelbuch. Momentan sind die dazu erwählten Bücher noch von geringem intellektuellen Wert, aber ich werde das Niveau heimlich steigern. Weniger Bilder, mehr Text, Fremdsprachen etc. Ein bisschen Dante, ein bisschen Einstein, ganz viel Kafka.

Sie wissen schon, die Sache mit der Altersvorsorge… Und eine kindliche Kindheit wird sowieso überschätzt.

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