Ingvar enthüllt: Die Wahrheit über Schumachers Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt

Die Nacht vom 11. zum 12. August 2009: Ich habe Ingvar am Telefon. Die Hintergrundgeräusche identifiziere ich eindeutig als Kneipengebrüll.

„Hör dir das mal an! Hör dir das mal an!“

Ich bin müde und habe keine Lust auf eine von Ingvars typischen Verrücktheiten. „Was soll ich mir anhören? Ingvar, es ist spät – ich möchte schlafen.“

„Das mit Schumacher, das hast du doch gehört …“

„Ja. Der Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt. Sein Nacken. Jeder weiß das. Kam heute überall.“

„Jetzt hör mal, was meine Leute für ein interessantes Telefongespräch abgefangen haben.“ Mit „seinen Leuten“ meint Ingvar seine handverlesene Schar ehemaliger Geheimdienstler, die er zur Befriedigung seiner ungeheuren Neugier quer um den Erdball hetzt. Er drückt irgendetwas an seinem Mobiltelefon und dann knattert eine gerade noch so verständliche Tonaufzeichnung an meine Ohren.

Ich höre eine Stimme, die ich ganz eindeutig als die Schumachers identifiziere:
„Hallo … ähm … Michael, wie geht´s? Obwohl … kann ich dich eigentlich so nennen? Du bist ja nur ein Teil von mir. Ich würde meinen, der unwichtigere.“

„Quatsch. Mir gehören die Füße. Die, mit denen man Gas geben kann. Die Hände, mit denen man lenkt.“ Die antwortende Stimme hört sich metallisch an, irgendwie künstlich. Aber ebenfalls irgendwie nach Schumacher.

„Ingvar!“, unterbreche ich. “ Was ist das für ein Quatsch.“

Ingvar lacht sich kaputt: „Na, wie du schon richtig vermutest: Schumacher spricht mit Schumacher.“

„Wie bitte?“

„Ähm, wie gesagt … Das haben meine Leute rausgekriegt. Es gibt zwei … äh … Michael Schumachers. Dieser Motorradunfall … Wesentlich schlimmer war der, als offiziell mitgeteilt. Der Mann war faktisch guillotiniert. Aber von wegen „mit dem Leben nicht zu vereinbarende Verletzung“. Das gilt heute alles nicht mehr. Die moderne Medizin halt. Man hat ihn in eine Schweizer Spezialklinik geschafft und … na ja … zwei draus gemacht.“

„Oh Gott!“

„Mit in der Hauptsache juristischen Konsequenzen: als rechtskräftige Person konnte nur einer gelten und das wurde der Kopf. Der sitzt jetzt in Maranello bei Ferrari in einem Glas mit Nährlösung – quasi auf Herrn Montezemolos Schoß und gibt den Berater.“

„Wie entsetzlich. Ähem … Und der … ähm … Torso?“

„Der ist juristisch jetzt gewissermaßen eine Art undefinierte Person. Hat ein Kehlkopfmikrofon und verdient sein Geld im Hessischen in einer Geisterbahn. Der hat das auch mit dem Comeback ausgeheckt. Obwohl er ja juristisch nicht handlungsfähig ist, verstehste?“

„Entsetzliche Welt!“

„Hör mal weiter …“

Ingvar schaltet wild auf seinem Handy herum. Erneut das Knattern. Dann wieder Schumacher.

„Ich lass jetzt ein Fax rausgehen. Rücktritt vom Comeback. Dazu bin ich befugt und irgendjemand wird den Knopf für mich drücken. Da schreib ich was von wegen Halswirbel und so. Das krieg ich schon durch.“

„Neeeeeein, tu mir das nicht an. Ich will wieder fahren. Kannst du dir vorstellen, wie langweilig mir hier in dieser Geisterbahn ist …“

„Du kannst nicht fahren: du siehst nichts. Und womit hörst du eigentlich?“

„Was denkst du denn, was heutzutage alles geht. Ich will fahren!“

„Vergiss es. Du und deine verdammten Bauchentscheidungen …?“

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