Northbohemian

Mein Geburtsort ist in sämtlichen persönlichen Dokumenten mit Dresden angegeben.

Dabei ist das noch gar nicht einmal raus: Meine Geburt war eine überaus spontane Angelegenheit und ging im Inneren eines fahrenden Krankenwagens über die Bühne. Der Vater meiner Mutter konnte seiner Tochter auf dieser Fahrt keine Unterstützung leisten, da er die morgendliche Nassrasur für unaufschiebbar erklärte (und trotzdem wurde er später mein Lieblingsopa). Mein anderer Opa (wo war eigentlich mein Vater?) sprang als Ersatz ein und wäre im Geburtsprocedere dann beinahe in Ohnmacht gekippt (wo er doch noch heldenhaft im zweiten Weltkrieg tausende russische Panzer mit dem Taschenmesser stillgelegt hatte).

Geboren bin ich also bei einer anzunehmenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h irgendwo zwischen Tharandt und Dresden und der errechnete Geburtstermin (welcher ein erster April sein sollte – wie witzig) wurde in der Realität auf den 7.3.73 vorverlegt. Eine gewisse Neigung zur Zahlenmystik mag mir also nachgesehen werden – seitdem Bret Easton Ellis dem 7.3. als Geburtsdatum (welches er sich mit 9 Jahren Vorsprung mit mir teilt) in „Lunar Park“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat, eskaliert das Ganze aber ein bisschen.

… to be continued

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